Walpurgis-Senf

Sonntag ist Walpurgisnacht! ­čžÖÔÇŹÔÖÇ´ŞĆ ­čž╣ ­čśł

Die Wurzeln der Walpurgisfeier liegen dabei weit in vorchristlicher Zeit und gehen auf germanische Urspr├╝nge zur├╝ck. Die "Ureinwohner" des Harzes feierten an diesem Tag ein mit diversen Opfern einhergehendes, ausgelassenes Fr├╝hlingsfest als Freude ├╝ber das Ende des Winters sowie die Hochzeit des obersten Germanengottes Wotan. B├Âse Geister wurden dabei vertrieben, was durch Verkleidungen mit Masken, mit Sch├╝ssen und einem Feuer geschehen sollte. Unklar ist allerdings, ob die Altvorderen diese Rituale auch auf dem Brocken - dem legend├Ąren Zentrum der Walpurgishandlungen - abhielten.
Im Zuge der Christianisierung vor etwas mehr als 1000 Jahren wurden Namen und Inhalt dieses heidnischen Spektakels formal der neuen Zeit angepa├čt. Doch wer Augen und Ohren hat, der mu├č erkennen, da├č die Walpurgisnacht auch heute noch alles andere als ein christliches Fest ist.
Die Walpurgisnacht wird immer am Vorabend des Namensfestes der heiligen Walburga gefeiert, einer klugen und wundert├Ątigen ├äbtissin eines Nonnenklosters. Erst ihre Heiligsprechung durch Papst Hadrian II. an einem 1. Mai stellte die Verbindung zur heutigen Walpurgisnacht her, denn durch zahlreiche Wundertaten, welche Walburga zugeschrieben werden, gilt sie auch als Schutzpatronin der Seefahrt und gegen b├Âse Geister.
Der Sage nach versammeln sich zur Walpurgisnacht die Hexen auf dem Hexentanzplatz bei Thale, um von dort aus auf Besen, Mistgabeln, Katzen u.├Ą. "Flugger├Ąten" gemeinsam zum Brocken zu fliegen, wo das eigentliche Hexenfest stattfindet. Auf dem Brocken tanzen angeblich alle Hexen in einem gro├čen Kreis mit dem R├╝cken zueinander um das Feuer herum und k├╝ssen anschlie├čend dem Teufel den Hintern. Dann lassen sie sich mit dem Teufel verm├Ąhlen, worauf dieser die Hexen mit dem sogenannten Hexenmal zeichnet und ihnen die F├Ąhigkeit zur Zauberei gibt.
F├╝r die richtige Stimmung sorgte angeblich in vergangenen Jahrhunderten eine aus verschiedenen "magischen" (in diesem Fall: hochgiftigen!) Zutaten hergestellte "Hexensalbe". Diese bestand aus Zutaten wie z.B. Mutterkorn, Misteln, Bilsenkraut, Johanniskraut, Stechapfel, Tollkirsche, Schierling u.a. Nachtschattengew├Ąchsen. Vor ihrem Flug rieben die Hexen sich und ihr Flugger├Ąt mit dieser Hexensalbe ein. Sie bewirkte einen starken Rauschzustand, der den Damen wohl das Gef├╝hl des Fliegens vermittelte und u.a. auch die sexuelle Phantasie anregte. Unter dem Einflu├č dieses Rauschmittels kamen vermutlich die Erlebnisberichte von den Orgien mit dem Teufel zustande.
In Thale am Fu├če des Hexentanzplatzes gelang es, nach alten, aus dem Mittelalter stammenden Rezepturen wieder "Hexensalbe" herzustellen. Ein urspr├╝nglich geplanter Verkauf an Touristen scheiterte jedoch. Grund f├╝r diesen der Gesundheit der betreffenden Personen sicher zutr├Ąglichen Umstand sind die einschl├Ągigen gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland. Nach modernen Gesichtspunkten mu├č die mittelalterliche Salbe als Rauschgift eingestuft werden.
Unser Walpurgis-Senf enth├Ąlt aphrodisierende Kr├Ąuter, die keinesfalls gef├Ąhrlich sind! ­čĹŹ
Text von "Harzlife" ├╝berarbeitet
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